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ARCHITEKTURBÜRO MÜLLER + HUBER. ARCHITEKTUR. LEBEN.

Hoch-Drei-Lauf erfolgreich beendet

Teams des Architekturbüro Müller + Huber aus Oberkirch
Teams des Architekturbüro Müller + Huber aus Oberkirch

Mit 3 Teams und jeweils 3 Läufern beendete das Architekturbüro Müller + Huber den Hoch-Drei-Lauf in Offenburg erfolgreich.

Fast 1000 Menschen haben am Freitagabend beim Hoch-Drei-Firmenlauf rund um den Königswaldsee mitgemacht. Einer von ihnen war OT-Redakteur Florian Pflüger, der bei der ersten Teilnahme reichlich Lehrgeld bezahlen musste – ein Erlebnisbericht.

Offenburg. Der größte Schrecken kommt zur Hälfte der Strecke. Die Anzeige scheint mir hämisch entgegenzugrinsen, so als wollte sie sagen: »Pech gehabt! Das wird wohl nichts mehr.« Sie zeigt schon nach der ersten Runde mehr als 17 Minuten an – zu viel, um das angepeilte Resultat von unter 30 Minuten noch in der zweiten Runde aufholen zu können. Zu allem Überfluss erklingt nur Sekunden später die Durchsage mit der höflichen Bitte, man solle zur Seite gehen, es kämen bereits die Sieger. Um es vorwegzunehmen: Meine erste Teilnahme am Hoch-Drei-Firmenlauf hatte ich mir ein wenig anders vorgestellt.

Schon bevor der Startschuss zur neunten Auflage des Laufs rund um den Königswaldsee fällt, ist gewiss: Wer nicht in einer der vorderen Reihen losläuft (und schnell ist), für den wird es ein ganz schönes Gedränge. Insgesamt 978 Teilnehmer in 326 Dreier-Teams der örtlichen Unternehmen und Behörden werden später als offizielle Zahl bekanntgegeben, und etliche von ihnen tummeln sich schon eine Stunde vor Beginn am Start. Kurz vor 19 Uhr wird die Traube immer dichter. »Wer hier drin ist, für den gibt’s kein Zurück«, höre ich meinen Nebenmann zu seiner Mannschaftskollegin sagen. »Da zählt auch keine Verletzung mehr.«

Was zählt, ist erst einmal: vorankommen. Denn so breit der Start- und Zielbereich auch ist, schon nach wenigen Metern geht es durch das Nadelöhr, als die Strecke auf den Feldweg am Königswaldsee führt. »Das ist ja wie auf der Autobahn«, lautet ein Kommentar, als es mehr stockend vorangeht und sich die Ersten mit Überholmanövern am Wegrand zu behelfen suchen – nicht jeder ist dabei zimperlich.

Erst nach einigen hundert Metern lichtet sich die Masse allmählich. Der Blick übers freie Feld erinnert an eine Ameisenstraße, nur in Farbe: lauter kleine, bunte Elemente, die sich scheinbar gleichmäßig voranbewegen. Doch von wegen! Schon nach nicht einmal zwei Kilometern geht der erste vom Laufschritt ins Gehen über. Überhaupt verstummen bald die zunächst so gut gelaunten Stimmen, statt lockerer Sprüche übernimmt angestrengtes Keuchen das Kommando.
Als die erste der beiden 2,8 Kilometer langen Runden vorbei ist, kann ich über allzu große Erschöpfung nicht klagen. Wenn da nicht die Anzeigetafel wäre – und die Erkenntnis, dass ich schlicht und einfach zu langsam losgelaufen bin.
Während also der Sieger dieses Tages in aller Ruhe durchschnaufen kann, blase ich zur Aufholjagd. Etwa 14 Minuten später laufe ich durchs Ziel. Mitnehmen kann ich eine Zeit von 31 Minuten und zwei Sekunden, die Tatsache, dass mein Dreierteam ohne mich einen deutlich besseren Platz erreicht hätte – und die beruhigende Erfahrung, am eigenen Leib gespürt zu haben, wie gut der olympische Geist tun kann.

»Ich hätte gedacht, du wärst fitter«, lautet der knappe Kommentar des Fußballkollegen. Ich kann damit leben. Ja, und Organisator Jürgen Oßwald hat recht, wenn er bei der Siegerehrung sagt: »Es ist wichtig, dass man sich Stück für Stück verbessert.« Damit meint er den Hoch-Drei-Lauf an sich, aber warum nicht auch die Läufer? Und immerhin bin ich nicht der Einzige mit neuen Zielen. Klaus Jehle, Hohbergs Bürgermeister, im Bürgermeister-Team angetreten, hat sich etwas für 2014 vorgenommen: »Uns haben heute sehr viele überholt. Das muss im nächsten Jahr besser werden.«

Quelle: Baden Online, bo.de



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