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ARCHITEKTURBÜRO MÜLLER + HUBER. ARCHITEKTUR. LEBEN.

MEHR PLATZ FÜR DIE OBERKIRCHER FEUERWEHR

Architekturbüro Müller + Huber
Foto: Katharina Reich

Mit dem Erweiterungsbau des Feuerwehrhauses geht für die Oberkircher Feuerwehr die Zeit der beengten Verhältnisse zu Ende. Am Samstag wurde der moderne Anbau feierlich eröffnet und gesegnet.

Oberkirch. Bereits 2008 hatten die Planungen für eine Erweiterung des Feuerwehrhauses begonnen. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hatte allerdings den Aufschub des Projekts nach sich gezogen. Umso größer war am Samstag die Freude aller Beteiligten, als der Neubau nach 15 Monaten Bauzeit offiziell eingeweiht werden konnte. Die Feuer- oder besser gesagt Wassertaufe hatte das neue Gebäude schon vor der offiziellen Eröffnung erfolgreich hinter sich gebracht. Das Hochwasser vor zwei Wochen hatte auch die Oberkircher Wehr gewaltig auf Trab gehalten.

Zur feierlichen Eröffnung konnte Stadtbrandmeister Florian Retsch viele Gratulanten im neuen Anbau begrüßen. Kein Neubau auf der grünen Wiese, sondern ein Anbau an das bestehende Feuerwehrhaus mitten in der Kernstadt – Argumente für diese Entscheidung lieferte Oberbürgermeister Matthias Braun in seiner Ansprache. »Das Feuerwehrhaus bleibt nun dort, wo es hingehört – in der Stadt, beim Bürger.« Von diesem Standort sei es möglich, sternförmig in alle Richtungen auszurücken. Außerdem sei die Erweiterung des Gebäudes deutlich kostengünstiger gewesen als ein Neubau. Braun lobte zudem das Engagement der Feuerwehrleute, die zur unverzichtbaren Infrastruktur für die Bevölkerung und deren Sicherheit gehörten und dankte der Feuerwehr für ihr geduldiges Ertragen der jahrelangen Mangelsituation.

Schnell und transparent

Ausführungen zum architektonischen Gesicht des Gebäudes gab es von Jürgen Müller vom Architekturbüro Müller und Huber. Eine reizvolle Bauaufgabe sei es gewesen, dem altehrwürdigen Feuerwehrhaus einen Anbau zu verschaffen. Architektur und Feuerwehr hätten sich über die Jahre weiterentwickelt. Deshalb habe sich das Architektenteam für eine moderne Architektursprache des Anbaus entschlossen, die für Schnelligkeit, Dynamik und Transparenz stehe. »Die Begeisterung der Feuerwehrmitglieder hat sich auf unser Team übertragen«, berichtete Müller.

Den Segen Gottes erhielten die Räume des Feuerwehranbaus durch Diakon Roland Deusch von der evangelischen und Kaplan Stefan Märkl von der katholischen Kirchengemeinde.

Viele Glückwünsche

Viele Glückwünsche erhielt die Feuerwehr in den Grußworten von Bezirksbrandmeister Thomas Finis, Landtagsabgeordneten Willi Stächele und von Felix Bühler von der Partnerfeuerwehr aus dem Schweizer Ort Abtwil. Die Schweizer Feuerwehrleute hatten ihren deutschen Freunden als Geschenk eine Gedenktafel aus Bronze mitgebracht – allerdings unverzollt, wie Felix Bühler schmunzelnd einräumte. Feierlich umrahmt wurde der Festakt von der Stadtkapelle unter der Leitung von Zeno Peters.

STICHWORT
Feuerwehranbau
Der Anbau an das Feuerwehrhaus schafft Platz sowohl für die technische Ausstattung als auch für die Feuerwehrleute selbst. In der Fahrzeughalle im Erdgeschoss ist Platz für drei Fahrzeuge. Außerdem befinden sich im Erdgeschoss die Umkleideräume und sanitären Anlagen für Frauen und Männer. Im Obergeschoss bietet ein heller Sitzungssaal viel Platz für Schulungen und Besprechungen. Mit der Atemschutzwerkstatt und dem Pflegeraum für die Wasserschläuche kann die Oberkircher Wehr nun auch Dienstleistungen für andere Feuerwehren übernehmen. Rund 1, 7 Millionen Euro hat die Stadt Oberkirch in den Anbau investiert. Einen Zuschuss in Höhe von 126 000 Euro gab es aus den Mitteln zur Förderung des Feuerwehrwesens. 400 000 Euro hatte die Stadt bereits in die Sanierung des Altbaus gesteckt. Die Feuerwehr selbst hat sich mit 1000 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden an der Sanierung des Altbaus und am Neubau beteiligt.

Quelle: bo.de

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