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Schmidts Märkte bekennen sich zum Standort Rickenbach

Unternehmen baut neues Verwaltungsgebäude am Hauptsitz in Rickenbach. 500 Mitarbeiter erhalten von hier aus ihren Lohn.

Strahlend schön präsentierte sich das neue Verwaltungsgebäude der Schmidt's Märkte bei seiner Einweihung am Donnerstagabend. Lichtdurchflutete und großzügige Räume mit viel Überlegung und Funktionalität konzipiert, empfingen die große Schar an Handwerkern, Gestaltern, Planern, den Bürgermeister und Pfarrer.



„Wir sind Rickenbacher und gehören hierher“, lautete das Bekenntnis von Michael Schmidt, einem der vier Geschäftsführer der inzwischen zwölf Lebensmittelmärkte im Hotzenwald und im Südschwarzwald. Das Unternehmen baute jetzt ein neues Verwaltungsgebäude am Hauptsitz in Rickenbach. Von hier aus werden sämtliche Filialen von zehn Mitarbeitern betreut. 500 Mitarbeiter erhalten von hier aus ihren Lohn, Flugblätter (60 000 Exemplare) werden wöchentlich entworfen, 100 000 Artikel gilt es zu pflegen, 70 000 Lieferungen pro Jahr abzurechnen. Zahlen, die den Mehrbedarf an Platz rechtfertigen: „Um Bananen zu verkaufen, braucht es ein Wengele mehr“, so Schmidt. Entstanden ist unter den genauen Blicken von Claudia Schmidt, die die Personalbeschaffung und die Leitung der Verwaltung koordiniert, eine „Neuinterpretation der Schwarzwaldarchitektur, die Moderne und Tradition vereint“. So beschreibt Architekt Thomas Braun die Optik des neuen Gebäudes im Ortskern der Gemeinde.

Materialen und Handwerker aus der Region: Architekt Martin Lauber übernahm mit seinem Team die Bauleitung und Koordination des in Rekordzeit (Baubeginn Anfang April 2014) bezugsfertigen Komplexes. Schmidt entschuldigte sich für den Druck, dem die Handwerker teilweise ausgesetzt waren: „Tut mir leid, aber wir sind halt so.“ Ob der „Spielball zwischen Moderne und Tradition“ gelungen ist, darüber gehen die Meinungen in Rickenbach auseinander. „Schon ein bisschen zu modern für uns“, findet eine ältere Dame. Auch Michael Schmidt konnte sich zunächst nicht mit jedem Detail anfreunden: „Wir sind einfach Bananenverkäufer“.

Perfekt mitgedacht hat Tochter Claudia. Es gibt im ganzen Gebäude von den Lampen bis zu den Büromöbeln kein Detail, das sie nicht gründlich hinterfragt hat. Die Mitarbeiter der Verwaltung sind jedenfalls voll des Lobes. „Sie sind ein bedeutender Bestandteil der Gemeinde und das klare Bekenntnis zu Rickenbach ist toll“, freute sich Bürgermeister Dietmar Zäpernick und übergab eine Gebäudeansicht, die in Stein geschliffen wurde.

Helmut Häßle (Küche, Möbel und Mehr) ergriff stellvertretend für die Handwerker das Wort und bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen. Mit dem kirchlichen Segen von Pfarrer Bernhard Stahlberger gab es für die Gäste ein nachträgliches Richtfest. In die alten Räume unterhalb des Rickenbacher Marktes zieht übrigens die Volksbank ein.

Bericht im Südkurier lesen

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