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ARCHITEKTURBÜRO MÜLLER + HUBER. ARCHITEKTUR. LEBEN.

Stippichs Kampf durch die Berge

Das fünftägige Radrennen „Trans-Schwarzwald“ führte von Donaueschingen nach Pforzheim. Paul Stippich ist bei dem Radrennen „Trans-Schwarzwald“ in seiner Altersklasse Zweiter geworden. Bei der fünftägigen Tour durch den Schwarzwald hat den Sulzer eine Reifenpanne den möglichen Sieg gekostet.

Architekturbüro Müller + Huber - Paul Stippich Mountainbike Rennen

Bei dem Mountainbike- Wettkampf durchquerten die Athleten innerhalb von fünf Tagen den Schwarzwald von Donaueschingen bis Pforzheim. Unter den 500 Teilnehmern war auch der Sulzer Paul Stippich, 66 Jahre alt. Er startete bereits zum zweiten Mal und nahm die Herausforderung mit Sportlern aus 17 Nationen an. 395 Kilometer und 10000 Höhenmeter waren zu überwinden. Bei Temperaturen bis zu 40 Grad ging es auf die Räder. „Oft waren die Pfade so steil, dass selbst die Spitzenathleten schieben mussten“ sagt Stippich. Ein nächtliches Gewitter erschwerte die Bedingungen: Am zweiten Tag lagen Schlamm und Geröll auf der Strecke. Doch Stippich nahm es gelassen: „ Eine solche Gratis- Schlammpackung soll ja prima für die Haut sein“.

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Mit seinen 66 Jahren war er der älteste Teilnehmer. Alt aussehen ließ er teilweise aber die Kollegen: „Das ist schon ein tolles Gefühl, so viele Jüngere auf der Strecke links liegen zu lassen. Die Route hatte es aber auch in sich. Da zahle sich viel Erfahrung und eine gute Vorbereitung aus.“ Stippich, der früher Langstrecken- Triathlons gelaufen ist, hat sich nach eigenen Angaben ein Jahr lang auf den Wettkampf vorbereitet. Am Ende wurde er mit einer Zeit von 20 Stunden, 50 Minuten und 14 Sekunden Zweiter seiner Altersgruppe und 178. in der Gesamtwertung. Wegen der Hitze und den vielen Höhenmetern stiegen einige vorzeitig aus. Von 500 Startern kamen 361 ins Ziel.

Übernachtet wurde in Gruppenquartieren am jeweiligen Etappenort- von nobel im Kurhaus Kappelrodeck bis bodenständig im Dachgeschoss der Kirche in Bad Rippoldsau, direkt neben dem Taubenschlag. Nach der Nacht im „staubig-gurrenden Kirchendach“ fuhr Stippich seine Bestzeit: „Man muss hart im nehmen sein, auch im Nachtlager“, sagt der Sportler. Die Stimmung unter den Teilnehmern fand er toll. Beim Frühstück und auf der Strecke hat er viele Bekanntschaften gemacht. Rad an Rad sei gekämpft worden, um am Ende auch mal gemeinsam ins Ziel zu fahren. Stippich lieferte sich ein packendes Duell mit dem späteren Erstplatzierten seiner Altersgruppe. Nach den beiden ersten Etappen lag er rund acht Minuten vor seinem Kontrahenten. Doch am dritten Tag verlor er wegen einer Reifenpanne rund 20 Minuten. Damit war für ihn der Gesamtsieg in weite Ferne gerückt. Da er sich mit seinem Konkurrenten gut verstand, fuhren sie am letzten Tag Seite an Seite ins Ziel.

Architekturbüro Müller + Huber - Paul Stippich Mountainbike Rennen

Was bleibt vom Wettkampf in Erinnerung? Auf jeden Fall keine Wadenkrämpfe. „Die Erfahrung, einer Extrembelastung mit viel Willen und Kraft standzuhalten“, meint Stippich. „Und die gute Stimmung immer und überall“. Auch im Festzelt, durch das die Athleten fahren mussten.

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